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Tag : Silber

04 Apr 2018

Azubi-Blog April 2018

Paula Kruszka

1. Lehrjahr

Navettecollier

Material: 925/ooo Silber

Die Aufgabe:

Die Aufgabe war ein Collier mit navettförmigen Teilen aus 925/000 Silber herzustellen.
Der Silberdraht sollte eine Stärke von 1,5 mm haben.

Schmelzen und Ziehen:

Zuerst muss das zuvor abgewogene Silber im Rundeinguss geschmolzen werden. Als nächstes werden alle 4 Eingüsse auf eine Stärke von 2 mm gewalzt, um später am Zieheisen gezogen zu werden. Nach dem Ziehen ist der Draht etwas wellig und muss deshalb grob gerichtet werden.

Danach wird der Draht auf das Maß von 70 mm in „Bananenform“ gebogen und abgesägt. Es müssen insgesamt 80 Stück hergestellt werden. Als nächstes werden die Schrägen angefeilt, das heißt die Enden des Drahtes so zurecht gefeilt damit die abgeschrägten Drahtenden des Gegenstücks genau aufeinander passen.

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Löten, Feilen und Mattieren:

Im nächsten Schritt wird die Hälfte der Kettenglieder zusammengelötet, die andere Hälfte nur an einer Seite. Die geschlossenen Kettenglieder werden später in die offenen Kettenglieder eingehängt. Erst dann werden alle Kettenglieder zusammen gelötet. Nach dem Abfeilen der überflüssigen Lotreste, wird die ganze Kette Eismatt mattiert. Damit die Kette optisch schöner aussieht werden 5 nebeneinander liegende Kettenglieder geschwärzt.

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Scharnierrohr

Material: 925/ooo Silber

Die Aufgabe:

Es soll ein Scharnierrohr angefertigt werden. Dazu säge ich als erstes ein Silberblech mit den Massen 13 x 100mm zu. Zwei Kannten des Bleches wurden mit der Hebelschere schräg abgetrennt. So entstand die spätere Ziehspitze.

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Formen:

Das Blech wird auf die Riefenanke gelegt und mit dem Schaft der Kugelpunze wird das Blech mit einem Gummihammer halbrund geschlagen. Es werden immer kleinere Kugelpunzen benutzt. Dabei muss darauf geachtet werden das keine Beschädigungen mit dem Schaft der Kugelpunze auf dem Material entstehen.

Zwischenzeitlich muss man die Kanten des Bleches mit dem Hammer runterschlagen, um später ein Rohr zu erhalten. Man kann auch zur Sicherheit ein Tamponstahl in das Röhrchen legen und die Kannten mit dem Gummihammer bearbeiten.

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Ziehen:

Im nächsten Schritt wird das Rohr am Zieheisen gezogen, bis zwischen den beiden Seiten möglichst keine Lücke zu sehen ist. Jetzt kann man das Scharnier mit mehreren Laserpunkten fixieren, damit das Rohr nicht federt.

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Löten und Feilen:

Das Lot wird an mehreren Stellten der Lötstelle gelegt und nacheinander erwärmt. Darauf ist zu achten das man nur die Lötstelle erwärmt damit das Lot nicht daneben fließt. Nach dem Abbeizen wird das überschüssige Lot mit einer Feile entfernt. Sollte das Scharnier durch das Ziehen wellig geworden sein, muss es leicht mit einem Hammer begradigt werden.

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22 Feb 2018

Azubi-Blog Januar 2018

Liebe Kunden,

im folgenden möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Arbeiten unserer beiden Auszubildenden offenbaren. Von Zeit zu Zeit erhalten unsere Auszubildenden besondere Aufgaben in Ihrer Ausbildung. Im folgenden haben Sie mit eigenen Worten beschrieben welche Arbeitsschritte zur Herstellung notwendig waren.

Wir hoffen, dass dieser „Azubi-Blog“ auf Ihr Interesse stößt und werden auch zukünftig in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder Berichte unserer Auszubildenden hier veröffentlichen.

Viel Spaß!


Maren Lange

3. Lehrjahr

Collier aus Kettengliedern

Material: 925/000 Silber

Die Aufgabe:

Ich durfte in letzter Zeit einen wahrhaftigen Hingucker bauen. Einer Kundin wurde zur Vorlage ein Teilstück einer Silberkette gebaut, das passend zum Design bereits vorhandener Creolen und eines Ringes war. Ihr gefiel die Aufmachung und konnte sich vorstellen ein ganzes Collier in dieser Form zu tragen, nur in etwas leichterer Bauweise. Das Gewicht der Kette nach dem Beispielstück hätte mehrere 100 Gramm überstiegen.

Anzeichnen, Sägen und Fromen:

Auf frischem Silberblech zeichnete ich zunächst die Teilstücke der Kettenglieder mit Hilfe einer Reißnadel (einem spitzen Stahlstift) und einer Papiervorlage an. Insgesamt 30 an der Zahl. Sie entsprachen den Maßen des Beispiels.

Mit der Laubsäge unterteilte ich die angezeichneten Bleche der Länge nach in 30 Rechtecke. Dann sägte ich die bauchigen Außenkanten aus.

Die Blechausschnitte legte ich in die sogenannte Kugelanke (die “Schale”) und gab ihnen eine gewölbte Form, indem ich mit einem Hammer auf den Kugelpunzen schlug, der den gleichen Durchmesser wie die Kugelanke hat und somit dem Blech die Wölbung gibt. Dabei gilt es nicht zu feste zu schlagen, um das Blech nicht zu schmieden.

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Schmirgeln, Löten und Abbeizen:

Nach dem Aufwölben schmirgelte ich die Kettengliederhälften auf einem Abziehbrett so ab, dass sie an den kurzen Seiten passgenau aufeinanderpassten.

Im nächsten Schritt verlötete ich die einzelnen Kettenglieder an den kurzen Kanten miteinander. Dabei galt es ausreichend Lot zu benutzen, damit die beiden Hälften nach dem weiteren Bearbeiten noch genug verlötete Fläche haben, um zu halten und gleichzeitig zu vermeiden, dass das Lot auf die Flächen läuft, um langem Versäubern aus dem Weg zu gehen.

Auf diesem Bild sieht man ein Kettenglied vor und nach dem Löten und Abbeizen. Abgebeizt wird das gelötete Werkstück, um Reste der zum Löten benötigten Hilfsmittel vom Metall zu lösen. Mögliche Reste sind sehr hart und können die Werkzeuge in den nächsten Arbeitsschritten beschädigen.

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Befeilen und Schleifen:

Als nächstes befeilte ich alle Kanten. So sieht man auf der linken Seite ein unbearbeitetes und rechts ein befeiltes Kettenstück.

Hier sieht man, wie ich die Teilstücke mit sogenanntem “Tripel” bearbeite. Es ist eine Schleifpaste, die Oxidationen des Lötvorgangs abschleift und gleichzeitig die Oberfläche für die spätere Politur vorbereitet.

Auf diesem Bild sind Kettenglieder nach dem Schleifen zu sehen.

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Rundösen und Verschluss herstellen:

Als Verbindungsstücke zwischen den Kettengliedern sollten wie beim Beispiel Rundösen fungieren. Ich wickelte einen Draht mit 2mm Durchmesser um den Schaft eines Kugelpunzen. Anschließend sägte ich die einzelnen Ösen durch.

Mit Zangen bog ich die Ösen auseinander, hing die Kettenglieder ein und bog die Ösen wieder zu. Das Zulöten der Ösen stellte sich als etwas komplizierter heraus. Ich musste die Ösen löten, ohne dass die Kettenglieder erneut oxidieren. Dafür benutzte ich eine sehr scharfe, also heiße und punktuelle Flamme, sodass nur ein kleiner Bereich der Öse schnell erhitzt wurde und das Lot fließt.

Für den Verschluss entschieden wir nach kurzer Überlegung dafür, einen zu bauen, der nicht auffällt, auch wenn die Kette sich dreht und der Verschluss nach vorne rutscht. Dafür nahm ich zwei bearbeitete Kettengliederhälften und fixierte sie mit dem Schweißlaser, damit die Hälften nicht auseinanderrutschen beim Einfeilen. Mit einer speziellen Feile feilte ich eine Nut, in die 3 Rohrabschnitte für eine 3-teilige Scharnierbewegung gelötet wurden. Auf dem Bild sieht man das Rohr, das im weiteren Schritt in 3 kleineren Teilen an die beiden Hälften gelötet würde. Zum Verbinden der 3 Röhrchen wird ein Draht hindurchgeschoben und an den äußeren Kanten mit dem Rohr verschweißt.

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Polieren und bewundern:

Um den Verschluss gut öffnen und schließen zu können konstruierte ich über die ganze Länge der offenen Verschlussseite eine Nase, die in eine Nut schnackt. Wie den Rest der Kette polierte ich den Verschluss auf Hochglanz.

Nach dem Versäubern der Ösen fing ich an die Kette zu polieren. Dies gestaltete sich allerdings als etwas komplizierter, da das bereits polierte Ende der Kette wieder zerkratzte sobald ich an der anderen Seite angekommen war. Mit Hilfe von Zewa löste ich dieses Problem jedoch schnell.

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Fertig!

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Paula Kruszka

1. Lehrjahr

Collier aus trapezförmigen Elementen

Material: 925/000 Silber

Die Aufgabe:

Es soll eine Silberkette aus trapezförmigen Elementen angefertigt werden. Der erste Arbeitsschritt war die Berechnung der Materialmenge für die Kettenelemente und die Ösen.

Schmelzen und Anzeichnen:

Beim Schmelzen wurde das Material in einen flachen Einguß gegossen. Das geschmolzene Silber musste vor dem aufzeichnen der Formen auf die gewünschte Stärke in mehreren Schritten gewalzt werden.

Das Aufzeichnen erfolgte mit einer Anreißnadel. Die Schwierigkeit hier bestand darin die verschiedenen Muster so auf dem Blech zu platzieren, dass so wenig Materialverlust wie möglich entsteht. Das ist gar nicht so einfach, denn die Elemente waren unterschiedlich geformt und hatten unterschiedliche Größen.

Sägen, Feilen und Mattieren:

Im Anschluß wurden die 8 Elemente ausgesägt und gefeilt. Die Ecken und Kannten der Elemente sollten möglichst rund sein, damit sie später beim tragen die Kleidung nicht beschädigen oder gar die Haut verletzten. Es folgte das Mattieren der Flächen. Dazu wurden mit einem Schmirgelpapier die Oberflächen von Hand bearbeitet.

Ösen herstellen und befestigen:

Im nächsten Schritt wurden in jedem Element zwei Bohrungen für die Ösen gebohrt und entgratet. Die Ösen werden von Hand hergestellt. Dafür musste ich ein zweites mal Material schmelzen und anschließend ein Draht ziehen. Nach dem Erreichen der erforderlichen Drahtstärke wurden die Ösen gewickelt und poliert. Dann wurden die einzelnen Ösen abgesägt. Danach habe ich an 4 Elemente und an den Karabiner die angefertigten Ösen befestigt. Diese Arbeit ist sehr anspruchsvoll, denn die Ösen sind sehr klein und unhandlich.

Schwärzen der Elemente:

Nun konnten diese ausgewählten Elemente geschwärzt werden.  Dabei werden die Elemente für ca. 30 Sek. in eine Flüssigkeit getaucht und spült sie anschließend gründlich mit Wasser ab. Nach der Reinigung habe ich die nicht geschwärzten Kettenelemente zusammen mit den geschwärzten Elementen abwechselnd zusammengefügt.
Fertig ist das Collier!

An einigen Punkten war es ein wenig kniffelig, aber ich habe bei der Herstellung dieser Kette einige gute Hilfestellungen von meinen Ausbildern und „Mitazubine“ Maren erhalten und wieder dazu gelernt.
Das Resultat kann sich blicken lassen. 🙂

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08 Jul 2017

Azubi-Blog Juni 2017

Liebe Kunden,

im folgenden möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Arbeiten unserer beiden Auszubildenden offenbaren. Von Zeit zu Zeit erhalten unsere Auszubildenden besondere Aufgaben in Ihrer Ausbildung, welche Sie hier näher erläutern.

Wir hoffen, dass dieser „Azubi-Blog“ auf Ihr Interesse stößt und werden auch zukünftig in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder Berichte unserer Auszubildenden hier veröffentlichen.

Viel Spaß!


Ohrclips mit Kundenstein

Aus zwei Steinen der Kundin sollten Ohrclips aus einer Silberplatte entstehen.

Der eine Stein (grün) war bereits in einer goldenen Fassung, für den zweiten Stein (rosa) wurde eine neue angefertigt, welche der des grünen Steins entspricht.

Für die Grundform wurde passend zur Steinform ein Oval gewählt, welches zur Spannung im oberen Drittel leicht geknickt wurde, dass die obere Rundung auf dem Stein endet.

Um die goldene Fassung zu wiederholen und die unterschiedlich farbigen Steine zu wiederholen wurden jeweils drei kleine goldene Fassungen aus Kundengold neben die Steine gesetzt.

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Nittelschließe aus Silber

Es soll eine doppelseitige Nittelschließe gebaut werden, sowohl für Nittel als auch um an einer Kette getragen zu werden.
Sie besteht aus zwei aufgetieften Kreisen, die einen Durchmesser von 25mm haben, wobei einer konkav ist und die zweite Seite konvex.

Verwendet werden sollen eine Edelsteinkette aus 585/- Gelbgold und Brillanten aus alten Kundenringen
um die beiden Seiten individuell zu gestalten.

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Auf die konkave Seite der Schließe wurde die Kette in Spiralform aufgelasert,
jedoch nur an den Verbindungsösen zwischen den Steinen, da sie sich so noch leicht bewegen kann und mehr funkelt.

In die konvexe Seite kamen die Brillanten in einer angedeuteten Dreiecksform.

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Da die Löcher für die Kette und die Hülsen für das Nittel beide direkt nebeneinander liegen
fallen die Löcher für die Kette beim Tragen mit Nittel auf.
Um dies zu beheben mussten auf beide “Hütchen”, damit beim Tragen keiner verrutscht
oder rausfällt passen diese mit einer kleinen Kante direkt in das Loch
und sind beide mit einem Kettchen versehen,
an welchem Ende ein Magnet sitz der sich stramm in der Mitte der beiden Löcher trifft.

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  • Nittelsystem: Das Nittelsystem ist ein Wechselschließensystem,
    bei dem durch eine Spezielle Verschlusstechnik an der Kette
    (, hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Stahlreifen,
    Reife aus Leder oder Kautschuk, Perlketten und diversen Edelsteinketten)
    und dem Anhänger, welcher hier gleichzeitig als Verschluss dient.

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Der Vorteil dieses Systems sind die vielen Kombinationsmöglichkeiten,
da man an einer Kette immer wieder die Schließe ändern kann
oder eine Schließe an unterschiedlichen Ketten tragen kann.

Auch um eine Kette in der Länge variieren zu können eignet sich das Nittelsystem,
da die Übergänge bei Ketten mit großen Elementen wie z.B. Perlketten
oder bestimmten Edelsteinketten in den Perlen versteckt werden,
oder alternativ mit einem weiteren Schloss verbunden werden können.

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Kreiskette aus 925 Silber:

Aus der geerbten Kette mit runden Ösengliedern und aufgewölbten Kreisen
sollte eine längere Kette entstehen.

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Das Erbstück wurde so mit aneinander gelöteten, aufgewölbten Kreiselementen verlängert
und dem Stil der Kundin angepasst.

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Auch der Verschluss wurde mit einem Haken
und einer darin einzuhängenden Öse unter zwei aufgewölbten Kreisen versteckt.

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Hohlkehlen mit aufgesetzten Farbsteinringen, 925 Silber mit 585 Gold:

Für zwei Erbstücke der Kundin wurde eine Lösung in Verbindung mit Hohlkehlen,
also Ringen mit hochgewölbten Kanten gefunden. Zunächst wurden zwei Hohlkehlen in Silber angefertigt.
Da die Ringgröße der Silberringe größer ist als die der Farbsteinringe, mussten diese aufgesägt und größer gebogen werden.
Dabei galt es höchste Vorsicht im Umgang mit den empfindlichen Edelsteinen zu bewahren.

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Die Steine können beim unbehutsamen Biegen durch Verbiegen der Fassung Druck bekommen und brechen.
Einmal die Ringe auf die passende Größe aufgebogen, können sie perfekt den Hohlkehlen angepasst werden.

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Da die Schienen aufgrund der Steine nicht an die Silberringe gelötet werden konnten,
wählten wir die Lösung des Verschweißens von Stiften  an mehreren Stellen der Goldschiene.
Die Stifte verbinden durch eine Bohrung durch Gold und Silber die Ringe miteinander.

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11 May 2017

Azubi-Blog April 2017

Liebe Kunden,

im folgenden möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Arbeiten unserer beiden Auszubildenden offenbaren. Von Zeit zu Zeit erhalten unsere Auszubildenden besondere Aufgaben in Ihrer Ausbildung. Im April haben beide die Aufgabe erhalten aus einem antiken Silberbesteck verschiedene Schmuckstücke zu erarbeiten. Im folgenden haben Sie beschrieben welche Arbeitsschritte zur Herstellung notwendig waren.

Wir hoffen, dass dieser „Azubi-Blog“ auf Ihr Interesse stößt und werden auch zukünftig in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder Berichte unserer Auszubildenden hier veröffentlichen.

Viel Spaß!


Monatsbericht N°19 – April 2017

– Schmuckset aus antikem Silberbesteck –

Unsere Monatsaufgabe des Monats April war ein Kundenauftrag. Wir sollten aus einem antiken Silberbesteck neue Schmuckstücke für die Kundin, ihre Tochter und ihre Enkeltochter erarbeiten. Die Idee formte sich im Kundengespräch, ein gesamtes Collier, einen Anhänger und ein Paar Ohrhänger für die Kundin umzubauen. Für die Tochter wurde ein Anhänger und Ohrhänger und für die junge Enkeltochter ein Anhänger geplant.

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Im ersten Schritt sägten wir die Rosen, die als Zierelemente an den Enden der Zuckerlöffel und Kuchengabeln dienten, mit der Säge ab.
Dabei erhielten wir einen längeren Ansatz als „Stiel“.

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Dann bereiteten wir uns einen Draht vor, der im weiteren Verlauf der Arbeit als Erweiterung des Stiels dienen würde. Dafür walzten wir zunächst mit der Walze ein Walzprofil und dann zogen wir ihn durch verschiedene Zieheisen, bis der Draht den gewünschten Durchmesser hatte. Als nächstes löteten wir Stücke des Drahtes an die Rosenstiele und versäuberten die Lötstellen nach dem Abbeizen der Löthilfsmittel.

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Für das Collier bogen wir die Verlängerung der Rosen zusammen. Ziel war es, die Rosen nicht als Löffelstiele wiederzuerkennen, sondern eine Art verschlungene Rosenranken zu biegen. Mit Hilfe von unterschiedlichen Zangen bogen wir die Stiele aneinander und ineinander.

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Weiterführend löteten wir einige Ösen an, um die Verbindungen beweglich zu erhalten und gleichzeitig einige Biegungen fest miteinander zu verbinden. Als Erweiterung überlegten wir zwischen mehreren Alternativen: fertige Kettenstücke an den Rosenranken zu befestigen oder aus dem vorhandenen Draht aus dem auch die Stiele bestanden weitere Schnörkel zu biegen und diese zu einem gesamten Collier zu verbinden.

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Wir entschieden uns für die zweite Variante mit einem großen Karabinerverschluss. Anschließend versäuberten wir die Biegungen und um die Ranken noch etwas weiter auszuarbeiten, löteten wir ausgesägte Blättchen an einige Stellen.

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Im Anschluss gravierten wir die Blättchen und schwärzten das gesamte Collier, um das „antike“ Aussehen der Rosen wieder herauszuarbeiten. Anschließend polierten wir die hervorstehenden Flächen heraus und säuberten das Collier. Zum Schluss legten wir uns das Collier zur Kontrolle an und bogen einige Biegungen im Feinschliff direkt am Hals nach, sodass es gut lag.

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Die Ohrhänger und die Anhänger stellten wir nach demselben Prinzip her. Wir verbanden die angelötete Weiterführung der Stiele für die Ohrhänger mit den vorgebogenen Drähten. Es war dabei zu beachten, die Ohrhänger seitenverkehrt zu biegen. Auch hier schwärzten und polierten wir die Ohrhänger abschließend. Der Anhänger für die Enkeltochter besteht aus einer einzelnen kleinen Rose, die wir ohne viele Schnörkel bogen und mit einer kleinen Öse für eine Kette versahen.

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Die beiden Anhänger für Mutter und Tochter gestalteten wir unterschiedlich. Sie bestehen beide aus zwei Rosen. Bei einem Anhänger sind sie fest miteinander verbogen, bei dem anderen können sie einzeln oder zusammen an einer Kette getragen werden. Nach dem Finish der Oberfläche durch Schwärzen und Polieren waren die Schmucksets komplett.

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10 Apr 2017

Ohhh, du schöne Frühlingszeit…

Es ist ein wunderschöner Frühling und die Spargel- und Erdbeersaison ist im kommen… suchen Sie noch jemanden, der den Frühjahrsputz für Sie übernimmt?

Wir bieten Ihnen an, Ihre Schmuckstücke gratis bei uns reinigen und auch den Sitz der Steine kontrollieren zu lassen.

Na, ist das kein Angebot?

Schauen Sie doch mal bei uns vorbei, dann können wir Ihnen auch gern unsere neuesten Schmuckstücke zeigen und Sie auch sonst bei allen Fragen rund um das Thema Schmuck beraten!
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Viele Grüße
das Team des Atelier Juvenile

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16 Nov 2015

Es war wunderschön…

Wir möchten uns hiermit sehr herzlich bei allen Besuchern unserer Weihnachtsausstellung bedanken – vielen lieben Dank für den Zuspruch, die lobenden Worte, die offenen Münder und die leuchtenden Augen. Wir hätten nicht mit so einem großen Andrang gerechnet und sind sehr glücklich darüber. Ich hoffe Sie konnten die vorweihnachtliche Atmosphäre bei uns genießen und freuen uns, wenn Sie etwas Schönes für sich entdeckt haben.

Und für alle Interessierten, die es dieses Jahr leider nicht geschafft haben – die gezeigtenSchmuckstücke sind natürlich auch weiterhin bei uns im Atelier ausgestellt und wir freuen uns, wenn Sie vorbeischauen 🙂

Und noch einmal als Hinweis – wir haben ab jetzt auch Samstags geöffnet

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12 Nov 2015

Ab jetzt auch Samstags…

#Samstag #Öffnungszeiten #Goldschmiede #Juwelier #Frömern #Menden #Unna #Soest #Dortmund #Edelsteine #Diamanten #Perlen #Schmuck #Platin #Silber #Gold #Weihnachten #Geschenk #Augenzumleuchtenbringen

Nach der Weihnachtsausstellung an diesem Samstag (14.11. von 11 – 17 Uhr) hat das Atelier Juvenile seine Tore nun auch

jeden Samstag von 10:00 – 16:00 Uhr für Sie geöffnet.

So haben Sie im kommenden Weihnachtstrubel die Möglichkeit sich am Wochenende ganz in Ruhe beraten zu lassen und etwas besonderes für Ihren Schatz zu finden.

Weiterhin gilt natürlich, dass Sie auch am Abend oder am Wochenende telefonisch Termine mit uns vereinbaren können. Wir nehmen uns gern Zeit für Sie! 🙂

09 Nov 2015

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren…

#Schmuck #Weihnachten #Ausstellung #Diamanten #Goldschmiede #Juwelier #Weihnachtsbaum #Unna #Dortmund #Frömern #Soest #Gold #Silber #Platin #Perlen #Ihrseiddochverrückt #istdennheutschonWeihnachten

Die Vorbereitungen für die kommende Weihnachtsausstellung am Samstag den 14.11.  (11-17 Uhr) laufen auf Hochtouren und unser Vorplatz wurde schon festlich geschmückt. In diesem Jahr werden wir neben der Ausstellung im Atelier auch wieder eine zusätzliche Ausstellung im ehemaligen Wartesaal im Haupthaus (was normalerweise unser privates Wohnzimmer ist) präsentieren. Lassen Sie sich überraschen.

Vereinzelt werden wir gefragt warum wir so früh damit anfangen – das hat einen ganz einfachen Grund… da wir als traditionelle Goldschmiede unsere Schmuckstücke selbst anfertigen und bei Anfertigungen auch z.T. Rohwaren (Perlen, Diamanten etc.) erst den Weg zu uns finden müssen, brauchen wir einen gewissen Vorlauf. So können wir sicherstellen, dass wir genügend Zeit zur Anfertigung haben und das schöne Schmuckstück auch am Weihnachtstag die Augen Ihrer/Ihres Liebsten zum leuchten bringt. Wir sind also nicht weihnachtsverrückt… ok, ein bischen vielleicht doch 🙂

Wir freuen uns im übrigen sehr über das äußerst liebe Feedback zur Ankündigung der Ausstellung und sind schon gespannt auf den kommenden Samstag!

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