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Azubi-Blog März 2018

Maren Lange

3. Lehrjahr

Goldmedaillons

Material: 585/ooo Gelbgold

Die Aufgabe:

Diesen Monat durfte ich klassische Medaillons bauen. Eines sollte oval, das Andere rund sein. Im ersten Schritt übte ich mich im Ziselieren, also dem Formen des Metalls mit Hilfe von vorgeformten Punzen – das sind kleine Hämmerchen, die verschiedenste Formen geben können.

Für das Ziselieren nahm ich ein ovales Silberblech, welches dem späteren ovalen Medaillon entsprechen würde und wölbte es langsam mit den Punzen auf. Ich benutzte runde Kugelpunzen. Sobald ich den Dreh raus hatte, sägte ich aus einem zuvor vorbereiteten Goldblech zwei Ovale aus für das ovale Medaillon und und zwei Kreise für das runde Medaillon.  

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Die runden Bleche konnte ich in der Kugelanke formen. Auch hierbei nutzte ich die Kugelpunzen und tiefte die Bleche bis zur gewünschten Wölbung auf. Dabei war darauf zu achten, dass die beiden Hälften gleich gewölbt wurden, damit sie hinterher perfekt aufeinander passten.

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Anschließend gab ich den ovalen Blechen die Wölbung. Gerade hierbei war es besonders schwierig, die beiden Hälften exakt gleich zu ziselieren, das ich sie nicht in einer Form aufriefen konnte, sondern sie frei im Holz formte. Stück für Stück tastete ich mich an die gewünschte Medaillonform heran.

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Zwischenzeitlich war es notwendig die Bleche zu glühen, damit sie wegen der Spannung des Verformens nicht reißen und beim weiteren Auftiefen weicher sind und somit leichter zu bearbeiten. Auf dem folgenden Bild sieht man die vom Glühen oxidierten Stücke.

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Im Weiteren versäuberte ich die Innenflächen mit Schmirgelpapier und verschiedenen Schleif- und Polierrädchen. Auch schmirgelte ich die Kanten gerade ab. Um später in die Medaillons Bilder stecken zu können, fertigte ich dünne Rahmen. Auch den Verschluss arbeitete ich, bevor die Scharnierbewegung angebracht wurde.  Dafür sägte ich vor dem Auflöten der Rahmen ein kleines Sternchen in die eine Seite und bohrte ein Loch in die andere Seite, wo später ein Stift sitzen würde, der in das Sternchen klickt.

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Um das Medaillon öffnen und schließen zu können, musste ich eine Scharnierbewegung anbringen. Eine Scharnierbewegung besteht in diesem Fall aus vier Teilen. Drei kleine Röhrchen (2 davon werden auf einer Seite befestigt, 1 wird auf die andere Seite “Auf Lücke “ gelötet) und ein Draht, der eng durch die drei Röhrchen läuft wird für diese Bewegung benötigt. Dafür muss zunächst eine Nut gefeilt werden, in die die drei Röhrchen perfekt passen.

Das mittlere Röhrchen ist schon auf die richtige Größe angepasst. Die beiden Äußeren haben etwas Überlänge und werden erst nach dem Löten auf Maß gefeilt. Auf einen provisorischen Draht aufgezogen werden die drei Röhrchen in die Nut gelegt und mit dem Schweißlaser fixiert, um im Anschluss gelötet zu werden. Vor dem Löten musste ich allerdings den Draht noch aus den Röhrchen ziehen, um ihn nicht fest zu löten, ohne die Röhrchen dabei abzureißen. Um sauber zu arbeiten und damit die drei Teilstücke im Nachhinein noch perfekt in die Nut passen, legte ich nur sehr wenig Lot an. Im nächsten Arbeitsschritt legte ich die beiden Hälften aufeinander und versäuberte die gesamte Außenfläche.

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Für die Aufhängung befestigte ich eine kleine Scheibe an der Oberseite, die im Nachhinein durch einen kleinen Draht mit der Aufhängungsöse verbunden wird. Nun setzte ich die Medaillons zusammen und verband sie mit einem Draht, der stramm durch die Röhrchen läuft. Die Enden dieses Drahts verschweißte ich mit dem jeweiligen Medaillon. Als letztes brachte ich die Öse an. Dafür bog ich zunächst einen 1,2mm starken Golddraht zu einer runden und einer ovalen Öse.

An der Öffnung sägte ich ein kleines Stück heraus, in die die kleine Scheibe, die bereits am Medaillon angebracht war, genau passte. Die Öse hielt ich an ihre finale Stelleund bohrte durch Öse und Scheibe. Durch die Bohrung schob ich einen Draht und verschweißte ihn mit der Öse. Nach dem letzten Versäubern, Polieren und Mattieren der Medaillons, waren sie dann perfekt! Dadurch, dass ich eine etwas stärkere Blechstärke wählte, kann man die Medaillons noch individuell durch Gravuren oder Steinbesatz gestalten.

Ziel der Konstruktion war es, schöne, feine und trotzdem stabile Medaillons zu konstruieren. Schauen Sie gerne bei uns vorbei und sehen Sie sie sich die fertigen Schmuckstücke genauer an!

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