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Azubi-Blog Juni 2017

Liebe Kunden,

im folgenden möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Arbeiten unserer beiden Auszubildenden offenbaren. Von Zeit zu Zeit erhalten unsere Auszubildenden besondere Aufgaben in Ihrer Ausbildung, welche Sie hier näher erläutern.

Wir hoffen, dass dieser „Azubi-Blog“ auf Ihr Interesse stößt und werden auch zukünftig in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder Berichte unserer Auszubildenden hier veröffentlichen.

Viel Spaß!


Ohrclips mit Kundenstein

Aus zwei Steinen der Kundin sollten Ohrclips aus einer Silberplatte entstehen.

Der eine Stein (grün) war bereits in einer goldenen Fassung, für den zweiten Stein (rosa) wurde eine neue angefertigt, welche der des grünen Steins entspricht.

Für die Grundform wurde passend zur Steinform ein Oval gewählt, welches zur Spannung im oberen Drittel leicht geknickt wurde, dass die obere Rundung auf dem Stein endet.

Um die goldene Fassung zu wiederholen und die unterschiedlich farbigen Steine zu wiederholen wurden jeweils drei kleine goldene Fassungen aus Kundengold neben die Steine gesetzt.

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Nittelschließe aus Silber

Es soll eine doppelseitige Nittelschließe gebaut werden, sowohl für Nittel als auch um an einer Kette getragen zu werden.
Sie besteht aus zwei aufgetieften Kreisen, die einen Durchmesser von 25mm haben, wobei einer konkav ist und die zweite Seite konvex.

Verwendet werden sollen eine Edelsteinkette aus 585/- Gelbgold und Brillanten aus alten Kundenringen
um die beiden Seiten individuell zu gestalten.

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Auf die konkave Seite der Schließe wurde die Kette in Spiralform aufgelasert,
jedoch nur an den Verbindungsösen zwischen den Steinen, da sie sich so noch leicht bewegen kann und mehr funkelt.

In die konvexe Seite kamen die Brillanten in einer angedeuteten Dreiecksform.

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Da die Löcher für die Kette und die Hülsen für das Nittel beide direkt nebeneinander liegen
fallen die Löcher für die Kette beim Tragen mit Nittel auf.
Um dies zu beheben mussten auf beide “Hütchen”, damit beim Tragen keiner verrutscht
oder rausfällt passen diese mit einer kleinen Kante direkt in das Loch
und sind beide mit einem Kettchen versehen,
an welchem Ende ein Magnet sitz der sich stramm in der Mitte der beiden Löcher trifft.

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  • Nittelsystem: Das Nittelsystem ist ein Wechselschließensystem,
    bei dem durch eine Spezielle Verschlusstechnik an der Kette
    (, hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Stahlreifen,
    Reife aus Leder oder Kautschuk, Perlketten und diversen Edelsteinketten)
    und dem Anhänger, welcher hier gleichzeitig als Verschluss dient.

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Der Vorteil dieses Systems sind die vielen Kombinationsmöglichkeiten,
da man an einer Kette immer wieder die Schließe ändern kann
oder eine Schließe an unterschiedlichen Ketten tragen kann.

Auch um eine Kette in der Länge variieren zu können eignet sich das Nittelsystem,
da die Übergänge bei Ketten mit großen Elementen wie z.B. Perlketten
oder bestimmten Edelsteinketten in den Perlen versteckt werden,
oder alternativ mit einem weiteren Schloss verbunden werden können.

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Kreiskette aus 925 Silber:

Aus der geerbten Kette mit runden Ösengliedern und aufgewölbten Kreisen
sollte eine längere Kette entstehen.

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Das Erbstück wurde so mit aneinander gelöteten, aufgewölbten Kreiselementen verlängert
und dem Stil der Kundin angepasst.

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Auch der Verschluss wurde mit einem Haken
und einer darin einzuhängenden Öse unter zwei aufgewölbten Kreisen versteckt.

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Hohlkehlen mit aufgesetzten Farbsteinringen, 925 Silber mit 585 Gold:

Für zwei Erbstücke der Kundin wurde eine Lösung in Verbindung mit Hohlkehlen,
also Ringen mit hochgewölbten Kanten gefunden. Zunächst wurden zwei Hohlkehlen in Silber angefertigt.
Da die Ringgröße der Silberringe größer ist als die der Farbsteinringe, mussten diese aufgesägt und größer gebogen werden.
Dabei galt es höchste Vorsicht im Umgang mit den empfindlichen Edelsteinen zu bewahren.

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Die Steine können beim unbehutsamen Biegen durch Verbiegen der Fassung Druck bekommen und brechen.
Einmal die Ringe auf die passende Größe aufgebogen, können sie perfekt den Hohlkehlen angepasst werden.

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Da die Schienen aufgrund der Steine nicht an die Silberringe gelötet werden konnten,
wählten wir die Lösung des Verschweißens von Stiften  an mehreren Stellen der Goldschiene.
Die Stifte verbinden durch eine Bohrung durch Gold und Silber die Ringe miteinander.

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