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Azubi-Blog April 2017

Liebe Kunden,

im folgenden möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in die Arbeiten unserer beiden Auszubildenden offenbaren. Von Zeit zu Zeit erhalten unsere Auszubildenden besondere Aufgaben in Ihrer Ausbildung. Im April haben beide die Aufgabe erhalten aus einem antiken Silberbesteck verschiedene Schmuckstücke zu erarbeiten. Im folgenden haben Sie beschrieben welche Arbeitsschritte zur Herstellung notwendig waren.

Wir hoffen, dass dieser „Azubi-Blog“ auf Ihr Interesse stößt und werden auch zukünftig in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder Berichte unserer Auszubildenden hier veröffentlichen.

Viel Spaß!


Monatsbericht N°19 – April 2017

– Schmuckset aus antikem Silberbesteck –

Unsere Monatsaufgabe des Monats April war ein Kundenauftrag. Wir sollten aus einem antiken Silberbesteck neue Schmuckstücke für die Kundin, ihre Tochter und ihre Enkeltochter erarbeiten. Die Idee formte sich im Kundengespräch, ein gesamtes Collier, einen Anhänger und ein Paar Ohrhänger für die Kundin umzubauen. Für die Tochter wurde ein Anhänger und Ohrhänger und für die junge Enkeltochter ein Anhänger geplant.

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Im ersten Schritt sägten wir die Rosen, die als Zierelemente an den Enden der Zuckerlöffel und Kuchengabeln dienten, mit der Säge ab.
Dabei erhielten wir einen längeren Ansatz als „Stiel“.

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Dann bereiteten wir uns einen Draht vor, der im weiteren Verlauf der Arbeit als Erweiterung des Stiels dienen würde. Dafür walzten wir zunächst mit der Walze ein Walzprofil und dann zogen wir ihn durch verschiedene Zieheisen, bis der Draht den gewünschten Durchmesser hatte. Als nächstes löteten wir Stücke des Drahtes an die Rosenstiele und versäuberten die Lötstellen nach dem Abbeizen der Löthilfsmittel.

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Für das Collier bogen wir die Verlängerung der Rosen zusammen. Ziel war es, die Rosen nicht als Löffelstiele wiederzuerkennen, sondern eine Art verschlungene Rosenranken zu biegen. Mit Hilfe von unterschiedlichen Zangen bogen wir die Stiele aneinander und ineinander.

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Weiterführend löteten wir einige Ösen an, um die Verbindungen beweglich zu erhalten und gleichzeitig einige Biegungen fest miteinander zu verbinden. Als Erweiterung überlegten wir zwischen mehreren Alternativen: fertige Kettenstücke an den Rosenranken zu befestigen oder aus dem vorhandenen Draht aus dem auch die Stiele bestanden weitere Schnörkel zu biegen und diese zu einem gesamten Collier zu verbinden.

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Wir entschieden uns für die zweite Variante mit einem großen Karabinerverschluss. Anschließend versäuberten wir die Biegungen und um die Ranken noch etwas weiter auszuarbeiten, löteten wir ausgesägte Blättchen an einige Stellen.

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Im Anschluss gravierten wir die Blättchen und schwärzten das gesamte Collier, um das „antike“ Aussehen der Rosen wieder herauszuarbeiten. Anschließend polierten wir die hervorstehenden Flächen heraus und säuberten das Collier. Zum Schluss legten wir uns das Collier zur Kontrolle an und bogen einige Biegungen im Feinschliff direkt am Hals nach, sodass es gut lag.

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Die Ohrhänger und die Anhänger stellten wir nach demselben Prinzip her. Wir verbanden die angelötete Weiterführung der Stiele für die Ohrhänger mit den vorgebogenen Drähten. Es war dabei zu beachten, die Ohrhänger seitenverkehrt zu biegen. Auch hier schwärzten und polierten wir die Ohrhänger abschließend. Der Anhänger für die Enkeltochter besteht aus einer einzelnen kleinen Rose, die wir ohne viele Schnörkel bogen und mit einer kleinen Öse für eine Kette versahen.

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Die beiden Anhänger für Mutter und Tochter gestalteten wir unterschiedlich. Sie bestehen beide aus zwei Rosen. Bei einem Anhänger sind sie fest miteinander verbogen, bei dem anderen können sie einzeln oder zusammen an einer Kette getragen werden. Nach dem Finish der Oberfläche durch Schwärzen und Polieren waren die Schmucksets komplett.

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